Abseits der Veranstaltungen im ungemütlichen Hörsaal habt ihr die Gelegenheit die Kampagne in anderer Atmosphäre kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und euch auszutauschen. Nach einem kurzen Input über die lokale Rechte veranstalten wir ein Kneipenquiz der etwas anderen Art.

Zusätzlich gibt es letzte Information zum Kölner Zugtreffpunkt und den Protesten gegen die Identitäre Bewegung in Bonn am 18.11.2018.

Do. 15.11.2018 – 19 Uhr, LC 36 – Ludolph Camphausen Straße 36, Köln

Die Identitären – eine Bewegung von rechts als Wegbereiterin einer anderen Republik?

„Heimat – Freiheit – Tradition“, „Defend Europe“, „Europa Nostra“ – so lauten die Parolen der Identitären, die gegen den vermeintlichen „Multikulti-Wahn“ zu Felde ziehen, eine „unkontrollierte Massenzuwanderung“ bekämpfen wollen und einen „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“ befürchten. Ihr Symbol ist das Lambda (der 11. Buchstabe des griechischen Alphabets), und mit der magischen Zahl 732 nehmen sie Bezug auf die Schlacht von Tours und Poitiers (732).
Ausgehend von diesen Narrativen befasst sich der Vortrag mit den
ideologischen Hintergründen der Identitären Bewegung, mit ihren
Kampagnen, Aktionsformen, Strategien und Zielstellungen, mit der europaweiten Vernetzung und der regionalen Verankerung, z.B. mit dem identitären Haus für die Kontrakultur Halle. Beleuchtet wird ebenfalls die Verbindung zwischen den Identitären und dem Institut für Staatspolitik (Götz Kubitschek) sowie die Verbindung zwischen den Identitären und der AfD.

Mo. 05.11.2018 – 19 Uhr, Uni – Hörsaalgebäude (105) – Hörsaal A2

Stadt, Land, Faschozentrum? Aktuelle Raumergreifungsstrategien der extremen Rechten

Die extreme Rechte hat sich innerhalb der letzten Jahre in Deutschland, Österreich und einigen anderen europäischen Ländern einer rasanten Modernisierung unterzogen. Abseits von „klassischen“ neonazistischen Strukturen und deren Events organisierten sich neue Projekte, Gruppierungen und damit einhergehende Ideologien.
Mittlerweile ist der Aktionismus dieser Gruppen, die vielfach simplizifiert unter dem Terminus der „Neuen Rechten“ zusammengefasst werden fast unübersehbar geworden. Selbsternannte „Identitäre“ gründen mit Hilfe der „Alternative von Deutschland“ Stadtteilzentren und betreiben im ländlichen Raums Österreichs Jugendarbeit. Andere Organisationen, unterstützt von der Plattform „EinProzent“, machen direkt mit völkischen Siedlern gemeinsame Sache und versuche sich abseits der Städte ihre Utopie vom reinen Leben aufzubauen. Und ganz nebenbei wird sich auch noch fleißig vernetzt.

Am Beispiel der „Identitären Bewegung“, der Organisation „EinProzent“ und den Kadern rund um das österreichische Magazin „InfoDirekt“ will dieser Vortrag aktuelle Raumergreifungsstrategien der extremen Rechten aufzeigen. Welche Projekte und Ansätze sind (aus ihrer Perspektive) vielversprechend, wo haben sie Niederlagen einfahren müssen und wie kann antifaschistischer Widerstand gegen diese Bemühungen aussehen?

Fr. 26.10.2018 – 19 Uhr, AZ Köln – Luxemburger Straße 93

Make (Hier Land einfügen) great again- Die amerikanische Alt right und die Identitäre Bwegung als Erscheinungsformen der autoritären Formierung der Gesellschaft

Was ist die amerikanische Alt- Right? Welche Gruppen sind da am Werk? Und welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben dieser Bewegung zu einer solch starken Diskursposition verholfen? Gibt es Dinge, die wir aus dem Vergleich der Alt- Right mit der Identitären Bewegung lernen können?

Diese Fragen versucht der Vortrag zu beantworten. Untersucht werden sowohl die einzelnen Teile der heterogenen Alt- Right, deren Pendant in der europäischen identitären Bewegung, wie auch die Rolle, den sie im gesellschaftlichen Rechtsruck spielen.

Mo. 22.10.2018 – 19 Uhr, Uni – Seminargebäude (106) – S13

Veranstaltungen

+++Terminänderung+++
Alt-Right und rechte Bewegung in Europa – Eine vergleichende Analyse – Jan Sperling
Wie funktioniert die amerikanische Alt-Right? Was sind ihre Strategien? In welchem Verhältnis stehen ihre Methoden zur europäischen Rechten?
Mo. 22.10.2018 – 19 Uhr, Uni – Seminargebäude (106) – S13

Aktuelle Strategien der extrem Rechten – Kollektiv vonnichtsgewusst
Das Kollektiv vonnichtsgewusst nimmt die aktuellen Strategien der extremen Rechten im Spannungsfeld von Stadtteilarbeit & Straßenkampf am Beispiel der „Identitären Bewegung“, „EinProzent“ & „AfD“ in den Fokus.
Fr. 26.10.2018 – 19 Uhr, AZ Köln – Luxemburger Straße 93

Die Identitären – eine Bewegung von rechts als Wegbereiterin einer anderen Republik? – Gudrun Hentges
Die Politologin Gudrun Hentges ordnet die ideologischen Hintergründe der Identitären Bewegung ein und analysiert ihre Kampagnen, Aktionsformen, Strategien und Zielstellungen. Beleuchtet wird die europaweite Vernetzung und die regionalen Verankerung., das Institut für Staatspolitik sowie die Verbindung zwischen den Identitären und der AfD.
Mo. 05.11.2018 – 19 Uhr, Uni – Hörsaalgebäude (105) – Hörsaal A2

get active! – Kneipenabend
Abseits der Veranstaltungen im ungemütlichen Hörsaal habt ihr die Gelegenheit die Kampagne in anderer Atmosphäre kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und euch auszutauschen. Nach einem kurzen Input über die lokale Rechte veranstalten wir ein Kneipenquiz der etwas anderen Art.
Do. 15.11.2018 – 19 Uhr, LC 36 – Ludolph Camphausen Straße 36, Köln

Praxis gegen die neue Rechte – Podiumsdiskussion
Wir haben Genoss*innen aus Wien und Halle eingeladen, um gemeinsam Strategien gegen die Neue Rechte zu diskutieren. Zwischen Erfahrungsaustausch und Fragerunden könnt ihr euch einen Überblick über die Situationen vor Ort machen.
Sa. 01.12.2018 – 19 Uhr, AZ Köln – Luxemburger Straße 93

Die Deutsche Burschenschaft in der völkisch-autoritären Sammlungsbewegung – Sonja Brasch
Noch vor gut zehn Jahren drohte die Deutsche Burschenschaft in der politischen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Mit dem Einzug der AfD in die Parlamente jedoch ergaben sich für die elitären und nationalistischen Studenten neue Karriereoptionen. Ein Blick auf die Entwicklung des aktuellen Rechtstrends zeigt: die Burschenschafter haben dabei an wichtigen Stellen mitgewirkt.
Mo. 10.12.2018 – 19 Uhr, Uni – Hörsaalgebäude (105) – Hörsaal A2